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126/22.05.2019

Kunststoffreste von Bio-Abfällen sauber trennen

Kunststoffabfälle in der Umwelt ist ein mittlerweile wichtiges Thema. Bei vielen Bürgern hat sich dafür eine besondere Sensibilität entwickelt. Leider nicht bei allen.
Auf eine besonders problematische Situation wurde die Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz aufmerksam gemacht. Im Außenbereich der Kompostierungsanlage im Bamberger Hafengebiet sammeln sich Kunststoffabfälle aufgrund von „Verfliegungen“ ab. Stadtrat Hans-Jürgen Eichfelder beschreibt in einer Pressemitteilung der BA-Fraktion das Problem so: Vorwiegend mit dem Bio-Abfall aus den Haushalten kommt das leichte Kunststoffmaterial (meist Reste von Verpackungskunststoffen) sowohl in den „frischen“ Abfallmieten der Kompostierungsanlage wie auch bereits ausgesiebt in auf eigenen Halden vor. Tritt stärkerer Wind auf, werden die Kunststoffteile weggetragen und sammelt sich zunächst im näheren Umfeld der Kompostierungsanlage an. „Wobei das Material im Nahbereich der Anlage in sichtbarer Dichte auftritt“, so Eichfelder, „im Zuge weiterer Verwehungen aber weitläufig weggetragen wird.“ Dieses leichte Kunststoffmaterial wird dann insbesondere durch Wasserläufe schließlich auch ins Meer getragen.
BA-Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer weist darauf hin, dass nach von ihm eingeholten Informationen diese Umweltbeeinträchtigung mit geeigneten Zaunanlagen oder mit einer vollständigen Einhausung der ausgesiebten Kleinplastikreste begegnet werden kann. „Darüber müsste mit dem Betreiber der Kompostierungsanlage gesprochen werden“, meint Weinsheimer.
Beide Stadträten ist aber auch der Hinweis wichtig, dass für die Entstehung des Problems maßgeblich die Verbraucher verantwortlich sind. Ein wesentlicher Grund für die Vermischung von Plastikmüll mit Bioabfällen sind Fehlwürfe in den Bioabfall durch Unachtsamkeit oder Unkenntnis über die Schädlichkeit diverser Kunststoffmaterialien. So gelangen die Fremdstoffe durch die Biomüllanlieferungen in die Kompostierungsanlage. Dort treten dann die oben genannten Verfliegungen von Kunststoffresten auf.
Die BA-Stadträte haben in einem Antragsschreiben Oberbürgermeister Andreas Starke auf das Problem aufmerksam gemacht und bitten das Thema im Umweltsenat des Stadtrates behandeln zu lassen.
Nahezu gleichzeitig haben die BA-Stadträte Dr. Ursula Redler und Michael Bosch in einem eigenen Antrag dem Oberbürgermeister vorgeschlagen, in Bamberg wieder eine umfassende Kampagne für eine saubere Stadt durchzuführen. Sie erinnern daran, dass es vor etlichen Jahren in Bamberg eine Kampagne „Sei kein Dreckspatz!“ gegeben habe. Diese Aktion wurde mit Aufklebern und Plakaten unterstützt bzw. dauernd an die Zielvorstellung erinnert. Jetzt sollte man eine erneute längerfristige und umfassende Kampagne in Erwägung ziehen, wobei heutzutage vielleicht besser der Slogan: „Sei kein Schmutzfink!“ oder wie in Regensburg „SAUBER BLEIBEN“, gewählt werden sollte.
„Es erscheint uns wichtig“, betont Ursula Redler, „dass auch aufgrund der bisweilen ungenügenden Trennung von Plastikabfällen von Biomüll das allgemeine Bewusstsein für eine saubere Stadt und Umwelt gefördert wird.“ > Originalantrag im PDF-Format


125/3.05.2019

Kampagne „Sei kein Dreckspatz!“

Unsere Stadt Bamberg erscheint im Großen und Ganzen als sauber und geordnet. Dennoch gibt es immer wieder Ecken, wo überquellende Mülleimer und sonstige Verschmutzung des Straßenbildes auffallen. Solche Hinweise werden auch immer wieder an die BA-Fraktion herangetragen. Die BA-Stadträte Dr. Ursula Redler und Michael Bosch haben an Oberbürgermeister Andreas Starke geschrieben und vorgeschlagen, so wie vor einigen Jahren in der Stadt eine Kampagne „Sei kein Dreckspatz!“durchzuführen. Zudem soll die Stadtverwaltung darüber Berichten, was andere Städte gegen ertappte Umweltsünder unternehmen. > Originalantrag im PDF-Format


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